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Die Geschichte des Hofes

Der Hottenbacher Hof wurde 1421/22 zum ersten Mal erwähnt, und zwar unter dem Namen Hattenbach bei den Einkünften der Gräfin Anna von Katzenelnbogen.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Zugehörigkeit zwischen Rodenstein und Lichtenberg. Schon immer war der Hottenbacher Hof zu mehreren Ortschaften gehörig, so z. B. 1629:

„Hof Hottenbach ist denen von Rodenstein zugehörig, hat 2 Häuser und 4 Pferde. Nur in zentsachen zum Gericht Ober-Ramstadt gehörig, sonst Untergericht Neunkirchen, kirchlich gehört Hottenbach zu Groß-Bieberau“.

Zum Vergleich mit heute:
Gemeinde Lichtenberg, Post- und Telefon Modautal und kirchlich nach wie vor Groß-Bieberau.

Ende des 30-jährigen Krieges liegt der Hottenbacher Hof fast 8 Jahre lang unbewohnt. Danach wird er wieder bewirtschaftet, und zwar für den Landgrafen Ludwig von Hessen.

1713 wird er erstmals in Erbleihe vergeben an Johann Ludwig Kraft. Dieser tritt 1720 die Erbleihe an seine Tochter und deren Ehemann Johann Conrad Link von Hochstädten ab.

1769 übernimmt erstmals ein „Simmermacher“ die Erbleihe, es ist Johann Wilhelm Simmermacher aus Brandau, der Conrad Links Tochter geheiratet hat. Seit dieser Zeit wird der Hof durch die Familie Simmermacher bewirtschaftet.

1857 wird er Eigentum von Johann Georg Simmermacher.
Im zweiten Weltkrieg, genauer 1943, brennt der Hof bis auf das Wohngebäude und die Grundmauern nieder. Da nicht genügend Löschwasser vorhanden war, musste die Feuerwehr auf Jauche zurückgreifen, um das Wohnhaus zu retten.

Nur durch große körperliche und finanzielle Mühe gelang es den damaligen Besitzern, Katharina und Philipp Simmermacher, den Hof bis zum damaligen Winter wieder so aufzubauen, dass die Tiere wieder ein Dach über dem Kopf hatten. Der Hof wurde danach viele Jahre als Milchviehbetrieb mit Schweinezucht geführt.

Der Grundstein für den Verkauf von Forellen und Weihnachtsbäumen wurde in den 50er und 60er Jahren gelegt. Durch Modernisierungsmaßnahmen erhielt der Hof das heutige Aussehen.
 Gravierende Veränderungen brachte dann der Bau der Vesperstube 1998 für den Betrieb mit sich. Die Milchviehhaltung wurde 1999 beendet, die Rinderhaltung auf ein Minimum beschränkt. Die Weideflächen rund um den Hof werden heute von Pferden abgeweidet, die Weihnachtsbäume nehmen inzwischen rd. 12 ha des ehemaligen Ackerlandes ein und sind mit den Forellen und der Vesperstube das Hauptstandbein des Hofes geworden. Bis heute befindet sich der Hof unverändert im Eigentum der Fam. Simmermacher.